Monats-Archive: Juli 2012
Folgendes habe ich durch das Internet heute erfahren:
“Künftig dürfen Meldeämter persönliche Daten verkaufen, ohne dass man dagegen widersprechen kann.”
Die Quelle meiner Erkenntnis ist dieser Artikel auf Chip online:
http://www.chip.de/news/Adressauskunft-Widerspruchsrecht-abgeschafft_56540821.html
Ob ich dieser Rechtsnorm und/oder der Datenweitergabe widersprechen kann oder nicht, das ist möglicherweise erst nach vielen Klagen und Instanzen in etlichen Jahren geklärt. Damit aber später niemand sagen kann “Dann hätten Sie aber rechtzeitig Ihren Widerspruch anmelden müssen!” mache ich das gleich heute und hier, also schon bevor dieses Gesetz in Kraft tritt.
Ich selbst werde nicht klagen, denn mir fehlen dazu sowohl die finanziellen Mittel, wie auch die erforderlichen Ressourcen an Nervenstärke, aber falls dieses Gesetz später gekippt wird und meine Daten verkauft worden sind, dann werde ich evtl. Schadenersatzansprüche geltend machen. Schreibe ich mal vorsorglich gleich hier so hin
Ich sage auch ganz ehrlich warum. Nicht weil ich den Gemeinden und deren klammen Haushalten nicht ein paar Euronen aus dem Datenverkauf gönnen würde, nein, sondern weil es einfach ein grundfalscher Weg ist, um die Finanzlage aufzubessern. Und weil ich der Bundesregierung und ihrem ekelhaften Gehabe den Lobbydrecksäcken auch noch Goldstaub ins Arschloch zu blasen, auf diese simple Art sagen möchte, dass nicht jede Frechheit widerspruchslos geschluckt wird.
Mit freundlichen Grüßen etc. pp.
Nachtrag 06.07.12 – 14:05
Ich empfehle dazu auch diesen Artikel von Udo Vetter
Facebook nervt. Mich. Schon lange. Ich bin dort nur noch, damit mich jemand von meinem Freunden über meinen Account irgendwie auf einem anderen Weg erreichen kann. Jetzt kam noch die Frechheit mit den Facebook Mailadressen dazu. Damit lege ich FB demnächst vermutlich ad acta.
Zum Glück steigt die Zahl der Alternativen ja proportional zum Facebook-Entnervungsfaktor. Für mich persönlich ist ja Twitter schon ein witziges Tool, aber klar ist auch, dass die Möglichkeiten dort beschränkt sind und dass ein derartiger Dienst nicht jeden Geschmack bedienen kann. Also bin ich seit einiger Zeit auf Diaspora, das gefällt mir auch richtig gut, nur leider ist dort wirklich nicht allzuviel los. Das finde ich sehr schade!
Nun ist noch ein weiterer Dienst in den Fokus meiner Aufmersamkeit gerückt, das ist jetzt noch keine Stunde her, aber das Teil könnte doch eine interessante Entwicklung vor sich haben. Zurker heisst dieses soziale Netzwerk und dort gehören Deine Daten Dir und nicht dem Netzwerkbetreiber. Interessant ist, dass man via virtueller Anteile selbst Miteigentümer an Zurker werden kann. Die Anteile kann man über Einladungslinks während der geschlossenen Beta-Phase erwerben, oder ganz real für 1 Dollar pro vShare kaufen. Sollten später einmal Einnahmen erzielt werden, dann gibt es hinterlegte Verteilungsschlüssel, nach denen Ertragsanteile an die “Aktionäre” ausgeschüttet werden sollen.
Auf den ersten Blick scheint die Technik schon recht flüssig zu funktionieren, revolutionäre Features habe ich allerdings in der kurzen Zeit noch nicht ausfindig gemacht. Wenn jemand von Euch Lust hat Zurker auszuprobieren – hier ist ein Einladungslink
Nachtrag 03.07.12 – 18:45
Ich habe ein wenig weiter geforscht und zwei sehr überzeugende Seiten auf Zurker gefunden:
- Open Books: Legt die Finanzströme des Unternehmens offen. Ganz simpel Einnahmen / Ausgaben, Gegenstand des Geldflusses und die dazugehörende Buchhaltungs-ID
- Owners: Dort wird jeder aufgelistet, der durch Kauf oder Mitgliederwerbung Anteile hält. Mit seiner Zurker-ID und der Anzahl der Anteile
Dazu kann ich nur Eines sagen: “Bravo!”


